Säure Basen Haushalt

Säuren und Basen sind chemische Stoffe.

Säuren erzeugen in Wasser eine saure Lösung mit einem pH-Wert unter 7   und können Protonen H+ abgeben.  z.B. Salzsäure, Schwefelsäure, Essigsäure

Als Basen werden Verbindungen bezeichnet, die in wässriger Lösung in der Lage sind, Hydroxidionen (OH) zu bilden, sodass sich der pH Wert einer Lösung erhöht – sie nehmen Protonen auf.

Reagiert eine Säure mit einer Base neutralisieren sie sich gegenseitig

Der pH Wert beschreibt, wie sauer oder basisch eine Lösung ist.
Unter 7 ist sie sauer – über 7 ist sie basisch und bei 7 ist sie neutral

 

Der Säure-Basenhaushalt ist ein komplexes Regulationssystem unseres Körpers, dessen Aufgabe es ist, diese Balance aufrecht zu erhalten, sich von überschüssigen Säuren und anderen Abfallprodukten zu befreien, das für viele Stoffwechselprozesse sowie Enzyme wichtig ist.
Im Wesentlichen entstehen Säuren und Basen als Abbauprodukte im Stoffwechsel, also in jeder Zelle.
Schaffen die verschiedenen Puffersysteme keinen Ausgleich, da ihnen nicht genügend Basen zur Verfügung stehen, um Säuren zu neutralisieren, können  sie sich nicht von überschüssigen Säuren und anderen Abfallprodukten befreien, was  zur chronischen Übersäuerung führt, die sich meist unbemerkt über viele Jahre entwickelt und zu unterschiedlichen Beschwerden führt.
Der übersäuerte Organismus braucht zur Neutralisation basische Mineralien wie Kalzium und Magnesium, die er den Zähnen, Knochen und Muskeln entzieht.
Da das Blut nur einen Teil der Säurelast aufnehmen und zur Ausscheidung transportieren kann, werden Säuren im Bindegewebe zwischengelagert, um gegebenenfalls bei reduzierter Säurelast zu entsorgen.
Wird diese Einlagerung zum Dauerzustand kommt es zu einem Rückstau der Säuren bis in die zellulären Strukturen was sich negativ auf die Lebensdauer der Zellen auswirkt und zulasten der Organfunktion führt.
Damit gelangt in das Gewebe immer weniger Sauerstoff und das Energieniveau sinkt. Die Unterversorgung der Zellen kann zu chronischen Entzündungen führen bis zu Krebs.
Im Blutbild ist dieser Einfluss unter dem Mikroskop sichtbar. Gesunde Blutzellen schwimmen frei, während es bei Übersäuerung zur Verklumpung der Blutzellen kommt, den sogenannten Geldrollen.
Als wesentliche Ursache gilt unsere Lebensweise, insbesondere unsere Ernährung.

Säure Base Haushalt

Bei unserer heutigen Lebensweise fällt es unserem Körper zunehmend schwerer, im Gleichgewicht zu bleiben. Er ist zunehmend einer Säureflut ausgesetzt, die er nicht puffern kann.
Dies ist ebenso die Ursache der zunehmenden Krebsrate, welche  durch einen ausgeglichenen Säure-Basen-Haushalt vermeidbar wäre.
Dieser Säure-Basen-Haushalt bezeichnet das Gleichgewicht zwischen Säuren und Basen in den Körperflüssigkeiten. Dieser Haushalt wird durch Puffersysteme wie die Atmung, sowie die Ausscheidung durch die Nieren, etc. reguliert. Auch unsere Haut scheidet Säure aus, was als Säureschutzmantel interpretiert wird.

FolFolgende Faktoren begünstigen ein Ungleichgewicht des Säure-Basen Haushaltesgende Faktoren begünstigen ein Ungleichgewicht des Säure-Basen Haushaltes

Es wird zwischen säure- und basenbildenden Lebensmitteln unterschieden. Ausschlaggebend ist es in welche Bestandteile Lebensmittel durch die Verdauung zerlegt werden. Die Zitrone ist ein Beispiel, dass nicht alle sauren Nahrungsmittel auch sauer verstoffwechseln, da die Zitrone basisch verstoffwechselt wird.
Gerade durch die Auswahl bestimmter Lebensmittel entsteht ein Säureüberschuss.  Üblicherweise ist ein gesunder Körper in der Lage überschüssige Säure zu neutralisieren und auszuscheiden, doch kann der Körper bei einer dauerhaft einseitigen sauren Ernährung die Säurelast nicht neutralisieren, was zur Einlagerung von überschüssiger Säure führt.
In unserer Ernährung überwiegt Fast-Food und nährstoffarme Fertigprodukte. Zusätzlich ist der Konsum an Softdrinks, Kaffee, Alkohol und Zigaretten gestiegen.
Die zunehmende Zahl von Zusatzstoffen in den Lebensmitteln wie Konservierungsmittel, Farbstoffe, Süßungsmittel, Geschmacksverstärker, Emulgatoren sowie noch andere chemische Zusatzstoffe belasten ebenso erheblich.
Dies sind alles Zellgifte, die den Zellstoffwechsel nicht nur erschweren, sondern langfristig behindern, was die Bildung zu vieler freier Radikale sowie die Entstehung von oxidativem Stress zur Folge hat.
Auch der gestiegene Konsum an Süßspeisen, die zum großen Teil aus Zucker und Fett bestehen können zu Entzündungen führen.
Auch psychische Faktoren wie Dauerstress, Ängste, negative Gedanken, etc. sowie Bewegungsmangel, tragen zur Übersäuerung des Organismus bei.
Der Körper ist immer bemüht sich selbst zu heilen, doch kann ein übersäuerter Körper bei gleichem Lebensstil nicht in ein Gleichgewicht kommen.

Säureausleitung über die Haut

Um das Säure-Basen-Gleichgewicht aufrechtzuerhalten, scheidet der Körper über die Haut überschüssige Säuren oder Stoffwechselabfälle aus. Dies wird als Säureschutzmantel der Haut interpretiert.

Säure & Basen haben eine Ladung:           Säure +         Base –

Da sich gleiche Ladung abstößt, stößt die Säure einer säurehaltigen Kosmetik die ausscheidende Säure ab, d.h. wieder zurück, die der Körper auszuleiten versucht.

Da sich unterschiedliche Ladung anzieht, unterstützt basenhaltige überschüssige Säure auszuleiten

Entsäuerungsmethoden

Ausleitung über die Niere

Mittels  Bewegung

Ausleitung über Basenbäder

Bewusste Ernährung

Traditionell werden bestimmte Teesorten wie Brennnessel und  Löwenzahn  zum Ausleitung von Stoffwechselprodukten verwendet.

Bewegung hilft, eine Übersäuerung des Körpers zu reduzieren, indem sie die Ausscheidung über die Lunge unterstützt.

Über Basenbäder kann der Körper über das Osmose-Prinzip Säuren über die Haut ausscheiden.
Basenbäder fördern die Durchblutung und die Lymphzirkulation, was die Ausscheidung von Stoffwechselabfällen unterstützt.

Eine bewusste Ernährung in der Reduktion der Zufuhr säurebildender Lebensmittel und der Förderung basenbildender Lebensmittel Übersäuerung zielt darauf ab den Säure-Basen-Haushalt des Körpers zu unterstützen.

Stabilisierung des Säure-Basen-Haushaltes

Zur Stabilisierung des Säure-Basen-Haushaltes gilt es eine ausgewogene Ernährung  mit Obst, Gemüse, Kräuter, Mandeln, Kartoffeln, etc. zu bevorzugen.
Der Konsum säurebildender Lebensmittel wie Fleisch, Wurst, Käse, Weißmehlprodukten, Zucker, Alkohol, Kaffee, die den Körper übersäuern, sollten reduziert werden.
Lebensmittel oder Nahrungsergänzungsmittel die reich an Kalium, Magnesium und Kalzium sind, helfen den pH-Wert zu regulieren.

Zum Abtransport von Säuren wird empfohlen täglich ausreichend Wasser der Kräutertees zu trinken.

Der Lebensstil sollte durch die Reduktion von Stress, regelmäßiger Bewegung und ausreichend Schlaf optimiert werden.

Basenbäder sowie auch basische Kosmetik fördern den Abtransport überschlüssiger Säuren über die Haut.

Der Säure Basenhaushalt stellt ein entscheidendes Gleichgewicht im Körper, das maßgeblich für Stoßwechselprozesse, Enzymaktivität und die Molekülstruktur wichtiger Biomoleküle verantwortlich ist.
Störungen dieses Gleichgewichts können zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen führen. Durch ausreichende Regulation von Puffersystemen, Atmung und renaler Ausscheidung gelingt es dem Körper, den pH-Wert innerer Flüssigkeiten weitgehend konstant zu halten. Eine bewusste Ernährung, ausreichende Flüssigkeitszufuhr und regelmäßige Bewegung unterstützen dieses komplexe System und tragen zur langfristigen Gesundheit bei.

Folgen der Übersäuerung werden in unterscherschiedliche Typologien untergliedert.

Entzündungstyp

Magenschleimhaut-entzündung
Magengeschwüre
Blasenentzündung
Diabetes mellitus
Gastritis
Colitis
Arthritis

Entmineralisierungstyp

Osteoporose
Parodontose
Arteriosklerose
Krampfadern
Haarausfall
Bandscheiben

Ablagerungstyp

Osteoporose
Parodontose
Arteriosklerose
Krampfadern
Haarausfall
Bandscheiben

Ausleitungstyp

Akne
Ekzem
Neurodermitis
Psoriasis
Ulcus cruris
Fußschweiß (Hilfsnieren)
Hautjucken

Säure Basen Haushalt

Ein Gleichgewicht zwischen Säuren und Basen ist  für den reibungslosen Ablauf aller Stoffwechselvorgänge und Funktionen des Körpers von enormer Bedeutung.

Der Säure-Basenhaushalt ist ein komplexes Regulationssystem unseres Körpers, dessen Aufgabe es ist, diese Balance aufrecht zu erhalten, sich von überschüssigen Säuren und anderen Abfallprodukten zu befreien, was für viele Stoffwechselprozesse sowie Enzyme wichtig ist.
Im Wesentlichen entstehen Säuren und Basen als Abbauprodukte im Stoffwechsel, also in jeder Zelle.

Das menschliche Blut hat normalerweise einen pH-Wert zwischen 7,35 und 7,45. 

Eine Zelle ist die kleinste lebende Einheit aller Organismen. Sie ist eine strukturell abgrenzbare und selbst erhaltende Einheit, die in der Lage ist Nährstoffe aufzunehmen und sich die darin gebundene Energie mittels Stoffwechsel nutzbar zu machen. Jeder Körper besteht aus ca. 70 bis 100 Billionen einzelner Zellen.  Jede Sekunde sterben rund 50 Millionen Zellen ab und werden vom Körper wieder neu gebildet.

Die Zellen liegen in einer Flüssigkeit, die extrazelluläre Matrix genannt wird und aus fasrigen Bestandteilen (Faszien) und Flüssigkeit mit den darin gelösten Substanzen (Grundsubstanz) besteht. Es ist die Substanz des interzellulären Raumes, der den Raum zwischen den Zellen ausfüllt, und zum Bindegewebe zählt.  Die Fließfähigkeit ist „soleartig“, der PH-Wert einer gesunden EZM liegt bei 7,4 und Ihre Funktion ist die Nährstoffversorgung.
Bei Übersäuerung bzw. zu viel Ablagerung sinkt die Fähigkeit Säuren zu binden.

Ist der Körper ständig übersäuert, wird aus der Zwischenlösung der Einlagerung ein Dauerzustand. Säuren verhärten sich und setzen sich im Bindegewebe (EZM) ab. (z.B. Cellulitis)

Folgende drei Pioniere der Medizin und Biochemie trugen durch Ihre wegweisenden Beiträge zum Verständnis des Säure-Basen-Haushaltes ( pH-Gleichgewicht) bei, insbesondere im Kontext von Stoffwechselstörungen, Entgiftung und Krankheitsentstehung wie Krebs.

Dr. med. Hans H. Reckeweg Begründer der Homotoxin-Lehre
Ablagerung von Giften (Homotoxine) im Körper durch Lebenswandel,Umwelt, Ernährung.

Prof.Dr. med. Otto H. Warburg Nobelpreisträger für Phyiologie und Medizin
Keine Krankheit kann in einem saurem basischen Milieu existieren. Nicht einmal Krebs. Nur saures Milieu führt zur Mutation (Entartung der Zelle).

Prof.Dr. med. Alfred Pischinger war ein Pionier auf dem Gebiet der EZM.
Das Bindegewebe ist das wichtigste Medium für gesunden Stoffwechsel zur Regulierung aller Funktionen. Es dient zur Versorgung mit Nährstoffen und als Zwischenlager von Abbauprodukten (Säuren).

Die EZM wirkt als biochemischer Puffer, der Säureüberschüsse (z. B. Milchsäure, Kohlensäure) bindet und neutralisiert.

Als Transitstrecke transportiert die EZM Nährstoffe, Sauerstoff, Hormone und Abfallstoffe zwischen Blutgefäßen und Zellen.

Puffersysteme

Bei Übersäuerung (Azidose) – z. B. durch anaeroben Stoffwechsel (wie im Warburg-Effekt), Stress oder säurebildende Ernährung – entstehen zu viele Säuren (z. B. Milchsäure, Kohlensäure).

Unser Körper verfügt über unterschiedliche Puffersysteme, die den pH-Wert bei Zugabe von Säuren oder Basen stabil halten und damit neutralisieren.

Diese Puffersysteme wirken als schnelle „Notfallregler“: Sie binden und neutralisieren Säuren, puffern pH-Schwankungen aus und fördern die Ausscheidung

Lunge: Sie reagiert zur Korrektur des pH- wertes mit Hyperventitlation.

Die Haut als größtes Organ trägt ebenfalls zur Säureausscheidung bei.

Blut: Es ist das Transport- und Puffermedium für den Säure-Basen-Haushalt. Es sorgt für Stabilität des pH-Wertes in den Geweben und Organgen.

Bindegewebe -EZM Es dient als Puffer und Speicher von Säureüberschuss.

Die Nieren sowie der Darm scheiden Säurelast und Stoffwechselschlacken aus .

Der Darm unterstützt die Elektrolytbalance für die Darmflora.

Folgende Faktoren begünstigen ein Ungleichgewicht des Säure-Basen Haushaltesushaltes

Es wird zwischen säure- und basenbildenden Lebensmitteln unterschieden. Ausschlaggebend ist es in welche Bestandteile Lebensmittel durch die Verdauung zerlegt werden. Die Zitrone ist ein Beispiel, dass nicht alle sauren Nahrungsmittel auch sauer verstoffwechseln, da die Zitrone basisch verstoffwechselt wird.
Gerade durch die Auswahl bestimmter Lebensmittel entsteht ein Säureüberschuss.  Üblicherweise ist ein gesunder Körper in der Lage überschüssige Säure zu neutralisieren und auszuscheiden, doch kann der Körper bei einer dauerhaft einseitigen sauren Ernährung die Säurelast nicht neutralisieren, was zur Einlagerung von überschüssiger Säure führt.
In unserer Ernährung überwiegt Fast-Food und nährstoffarme Fertigprodukte. Zusätzlich ist der Konsum an Softdrinks, Kaffee, Alkohol und Zigaretten gestiegen.
Die zunehmende Zahl von Zusatzstoffen in den Lebensmitteln wie Konservierungsmittel, Farbstoffe, Süßungsmittel, Geschmacksverstärker, Emulgatoren sowie noch andere chemische Zusatzstoffe belasten ebenso erheblich.
Dies sind alles Zellgifte, die den Zellstoffwechsel nicht nur erschweren, sondern langfristig behindern, was die Bildung zu vieler freier Radikale sowie die Entstehung von oxidativem Stress zur Folge hat.
Auch der gestiegene Konsum an Süßspeisen, die zum großen Teil aus Zucker und Fett bestehen können zu Entzündungen führen.
Auch psychische Faktoren wie Dauerstress, Ängste, negative Gedanken, etc. sowie Bewegungsmangel, tragen zur Übersäuerung des Organismus bei.
Der Körper ist immer bemüht sich selbst zu heilen, doch kann ein übersäuerter Körper bei gleichem Lebensstil nicht in ein Gleichgewicht kommen.

Säurebildner

Zucker – Süßigkeiten 

Fruchtsäure 

tierisches Eiweiß

Stress

Bewegungsmangel

Folgen der Übersäuuerung werden in unterschiedliche Typologien untergliedert

Entzündungstyp